Kontaktlinsen TestDer große Kontaktlinsen Test

Die verschiedenen Hersteller, die riesigen Sortimente und auch Fachbegriffe, die einem schwindelig werden lassen: Wer sich im Dschungel des Kontaktlinsen-Markts zurechtfinden will, der muss schon fast studiert haben, so könnte man den Eindruck gewinnen. In dem Wust der verschiedenen Anbieter, Linsenarten und Preisklassen noch den Durchblick zu behalten, das fällt eindeutig schwer. Welches Produkt eignet sich für mich am besten? Fehlgriffe möchte man hier wahrlich ungern machen, denn schließlich geht es hierbei um eines der wichtigsten Sinne, den wir mit unseren Augen bekommen. Wir wollen dir helfen, dich auf dem Markt zurecht zu finden, haben einen genaueren Blick auf die zahlreichen Anbieter und ihre Produktpaletten geworfen und haben verglichen und getestet, um dir die Wahl beim Kontaktlinsen-Kauf zu erleichtern.

 

 

BILDPRODUKTBEWERTUNGBESCHREIBUNGPREISANGEBOT
1 Acumed 58 Tageskontaktlinsen, -2.75 Dioptrien, 8 Stück Acumed 58 Tageskontaktlinsen, -2.75 Dioptrien, 8 Stück
Produktbeschreibung › € 5,99 *

* inkl. MwSt. | am 22.09.2016 um 21:57 Uhr aktualisiert

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2 Air Optix Aqua, weiche (flexible) hypergasdurchlässige 1-Monats-Austausch-Kontaktlinsen Air Optix Aqua, weiche (flexible) hypergasdurchlässige 1-Monats-Austausch-Kontaktlinsen
Produktbeschreibung › € 25,99 *

* inkl. MwSt. | am 22.09.2016 um 21:50 Uhr aktualisiert

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3 Air Optix Aqua Multifocal Monatslinsen weich, 6 Stück / BC 8.6 mm / DIA 14.2 / ADD MED / +2,75 Dioptrien Air Optix Aqua Multifocal Monatslinsen weich, 6 Stück, Gleitsichtkontaktlinse
Produktbeschreibung › € 44,90 *

* inkl. MwSt. | am 22.09.2016 um 21:12 Uhr aktualisiert

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4 Purevision Multifocal Monatslinsen weich, 6 Stück / BC 8.6 mm / DIA 14.0 / HIGH ADD / -4,50 Dioptrien Purevision Multifocal Monatslinsen weich, 6 Stück, Silikon-Hydrogel-Kontaktlinsen
Produktbeschreibung › € 48,50 *

* inkl. MwSt. | am 22.09.2016 um 21:11 Uhr aktualisiert

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5 Contact Day 30 spheric Moanatslinsen -1.00 Contact Day 30 spheric Moanatslinsen, 6er-Pack
Produktbeschreibung › € 21,90 *

* inkl. MwSt. | am 22.09.2016 um 20:49 Uhr aktualisiert

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6 Biofinity Monatslinsen weich, 6 Stück, Silikon-Hydrogel-Linsen von Cooper Vision Biofinity Monatslinsen weich, 6 Stück, Silikon-Hydrogel-Linsen von Cooper Vision
Produktbeschreibung › € 18,02 *

* inkl. MwSt. | am 23.09.2016 um 18:20 Uhr aktualisiert

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Allegemeine Infos zu den Linsen aus unserem Kontaktlinsen Test

Kontaktlinsen sind die bekannteste und gängigste Alternative zu der Sehschwächenkorrektur mit der Brille. Sie schwimmen auf dem Tränenfilm des Auges und können nicht nur die meisten optischen Fehlsichtigkeiten wie beispielsweise Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Astigmatismus – also die einfache Hornhautverkrümmung- und Presbyopie – auch Alterssichtigkeit genannt – ausgleichen. Auch der Ausgleich komplizierter Formen von Fehlsichtigkeiten wie Keratokonus – die Ausdünnung und kegelförmige Verformung der Hornhaut -, Keratoglobus – die kugelförmige Verwölbung und Verdünnung der Hornhaut – und verschiedener Brechungsverhältnisse ist möglich und das sogar oftmals weitaus besser, als dies durch das Tragen von Brillen möglich wäre.

Doch bis es soweit kam, haben in der Geschichte viele kluge Köpfe geforscht und experimentiert.

 

Die Geschichte der Kontaktlinse

Bereits aus dem Jahr 1508 existieren erste Aufzeichnungen und Skizzen über mögliche Konstruktionen von Sehhilfen, die direkt auf dem Auge angebracht werden und das von niemand geringerem als dem großen Künstler und Erfinder Leonardo da Vinci. Auch René Descartes machte sich um 1636 Gedanken über Kontakt-Sehhilfen. Bereits im Jahr 1823 kam John Herschel mit seinen Entwürfen den heutigen Kontaktlinsen sehr nahe. Adolf Eugen Fick und August Müller experimentierten in den 1880er Jahren parallel und dennoch unabhängig voneinander an Glasschalen, welche die komplette Augenoberfläche bedeckten. Der Kurzsichtige Müller trug seine von ihm entwickelten Korrekturgläser selbst. Diese konnte er jedoch nur maximal eine halbe Stunde am Tag im Auge behalten. 1936 wurde das Glas erstmalig durch den Kunststoff PMMA, also Polymethylmethacrylat, ersetzt. Dieses Material ist besser bekannt als Acryl- oder Plexiglas. Der Optiker William Feinbloom arbeitete mit dieser Variante. Auch Heinrich Wöhlk verwendete 1930 Plexiglas für seine – wie er sie nannte – Skleraschalen, welche auf der Lederhaut des Auges auflagen. Dies waren die ersten länger tragbaren Kontaktlinsen. Wöhlk gilt daher auch als eigentlicher Erfinder der heutigen harten Kontaktlinsen. Tragischer Weise fehlten ihm jedoch damals die finanziellen Mittel, um ein Patent für seine Variante der Plexiglas-Linsen anmelden zu können. An Geld mangelte es Kevin Tonhy jedoch nicht. Er stellte 1948 zum Einen die ersten Linsen her, die vollständig aus dem Kunststoff PMMA bestanden und die zum Anderen nur noch die Hornhaut bedeckten und nicht mehr die komplette Augenoberfläche, wie es bei den zahlreichen Vorgängermodellen der Fall war. Er meldete sie erfolgreich für ein Patent an.
1959 entdeckte Otto Wichteile das Hydrogel HEMA – eine in Wasser enthaltene, nicht wasserlösliche, chemische Verbindung. Er nutze diese zur Herstellung von Kontaktlinsen. Seinen ersten Modellen mangelte es jedoch an Robustheit. Sie waren hoch empfindlich in der Handhabung und drohten schnell zu zerbrechen oder zu zerreißen. Jacqueline Urbach entwickelte 1974 dann das dünnere und dennoch stabilere „Hydrophilic Contractlens Material“. 1975 war es schließlich so weit: In Amsterdam begann europaweit die erste Serienherstellung von weichen Kontaktlinsen. Sie trugen den Namen „Urosoft“. Nur zwei Jahre später erteilte die amerikanische „Food and Drug Administration“ die nötige Genehmigung zum Vertrieb der ersten weichen Linsen überhaupt.
Bis heute werden auch die Modelle aus dem Kontaktlinsen Test, auf unserer Seite, aus verschiedenen Kunststoffen gefertigt. Natürlich sind diese nicht mehr mit denen aus den vergangenen Jahrzehnten zu vergleichen. Es wird ständig geforscht und es werden immer wieder erfolgreich neue Produktionstechnologien und Materialien entwickelt. Man kann also sagen, dass es sich dabei um ein echtes High-Tech-Produkt handelt, an das man auch guten Gewissens einige Ansprüche stellten kann.

 

Die unterschiedlichen Linsen in unserem Kontaktlinsenvergleich

Wie schon bereits erwähnt ist die Vielfalt der Produkte enorm. Alle haben sie bestimmte Vor- und Nachteile und sind für den einen mehr oder weniger geeignet. Daher sollte man sich eingehender mit den verschiedenen Typen in unserem Kontaktlinsen Test auseinandersetzen.
Hauptsächlich unterschieden wird zwischen den sogenannten RGP-Kontaktlinsen und den weichen Kontaktlinsen.
Die RGP-Linsen sind formstabil und eignen sich besonders bei einer Hornhausverkrümmung. Mit der Alterung der Linse verformt sich diese jedoch. Daher sollte genau auf die Tragedauer geachtet werden. Andernfalls kann es zu Schädigungen der Hornhaut und Infektionen kommen.
Die weichen Kontaktlinsen passen sich in ihrer Form an die Hornhaut an. Sie sind als Tages-, Monats- und Jahreslinsen erhältlich.
Eine besondere Art stellt die Hybridkontaktlinse dar, die im Kern formstabil ist und eine weiche Ummantelung hat. Sie sind eine gute Alternative für die Träger von harten Linsen, da sie einen weit größeren Tragekomfort bieten. Doch egal ob harte oder weiche Linsen: Wichtig ist in jedem Fall die Sauerstoffdurchlässigkeit. Diese wird vor allem durch das verwendete Material bestimmt.

 

 

Das Linsen Material

Die sogenannten Hydrogellinsen bestehen aus einer hydrophilen chemischen Verbindung und Wasser. Bei Linsen die aus diesem Material bestehen ist zu beachten, dass der Sauerstofftransport nur durch das Wasser gewährleistet ist. Daher sollte man auf einen möglichst hohen Wasseranteil achten.
Die Silikonhydrogellinsen bestehen aus einer Mischung hydrohiler Polymere, hydrophobem Silikonpolymer und Wasser. Durch ihre hohe Sauerstoffdurchlässigkeit werden Schwellungen und Reizungen der Hornhaut entgegengewirkt. Sie können bis zu einen Monat lang ununterbrochen getragen werden. Da sie jedoch recht steif sind, kann es wiederum zu einer mechanischen Reizung des Auges kommen.

 

Die Linsenfunktionen

All diese Linsen aus den verschiedenen Materialien werden für verschiedene Zwecke produziert. Hauptsächlich sind sie zur einfachen Korrektur von Kurz- und Fernsichtigkeit vorgesehen. Torische Kontaktlinsen dienen dem Ausgleich von Hornhautverkrümmungen. Multifunktionslinsen sind für die Alterssichtigkeit vorgesehen. Sie gleichen eine parallele Weit- und Kurzsichtigkeit aus. Sogenannte Nachtlinsen werden – wie der Name es schon verrät – Nachts während des Schlafes getragen und korrigieren während ihrer Tragezeit die fehlerhafte Form der Hornhaut. Das Ergebnis hält variabel mindestens einen, maximal aber drei Tage vor. Neben all diesen medizinischen Kontaktlinsen gibt es schließlich auch noch die kosmetische Variante, welche von der Augenfarbe bis hin zu ganzen Motiven die Iris des Träger verändert.

Anders als bei anderen hochentwickelten Produkten sind sie jedoch leider nicht nur im Fachhandel erhältlich. Optiker bieten zwar überwiegend nach wie vor einen umfangreichen Service mit fachkundiger Beratung. Doch die Kontaktlinsen selbst findet man heute überall im Verkauf. Die kleinen Sehhilfen sowie Aufbewahrungsflüssigkeiten und Pflegemittel bekommt man sogar schon auf Angebotstischen von Discountern. Wer sich hier möglichst günstige Produkte kaufen möchte, der sollte schon genau wissen, was für Kontaktlinsen er benötigt sowie welche Vor- und Nachteile die unterschiedlichen Varianten mit sich bringen. An Qualität sollte man hier auf gar keinen Fall sparen. Wer hier Fragen hat und sich nicht auskennt, der wird zumeist alleine gelassen. Supermarktkassierer haben in den meisten Fällen von Tageslinsen und Monatslinsen, von weichen oder harten Linsen und von den verschiedenen Pflegeprodukten wohl eher keine Ahnung. Auch bei Fragen zu den verwendeten Materialien, Allergien etc. darf man dort selten auf Beratung hoffen. Es empfiehlt sich daher für den Käufer, sich im Vorfeld genau zu informieren und zwar am besten in einem Kontaktlinsen Test wie diesem.